Banklexikon

A
B
C,D
E,F
G,H,I,J
K,L,M,N
O,P,Q,R
S,T,U
V,W,X,Y,Z

Abbuchungsauftrag (Einzugsauftrag, Einziehungsauftrag)
Auftrag des Kontoinhabers, Rechnungsbeträge, die in verschiedener Höhe (z.B. Telefon, Strom,...) fällig werden, zu Lasten seines Kontos laufend durch den Forderungsberechtigten (Gläubiger) abbuchen (einziehen) zu lassen. (Siehe Einzugsermächtigung)

Abschöpfungsauftrag
Sonderform des *Dauerauftrages, der die kontoführende Bank beauftragt, einen gewissen Restbetrag vom *Girokonto auf ein anderes Konto (meist Sparbuch) regelmäßig zu übertragen.

Abstattungskredit (Einmalkredit) 
Kredit, bei dem über den eingeräumten Kreditbetrag nur einmal verfügt werden kann und der nach Inanspruchnahme nur mehr zurückbezahlt und nicht wieder ausgenützt werden darf.

Abzahlungsgeschäft (Ratengeschäft) 
Nach den Bestimmungen des Konsumentenschutzgesetzes liegt ein Abzahlungsgeschäft dann vor, wenn der Verkäufer ein Unternehmer ist und es sich beim Käufer um einen Verbraucher handelt, der Barzahlungspreis eine gewisse Höhe nicht übersteigt, der Kaufgegenstand eine beweglich körperliche Sache ist und neben der Leistung einer Anzahlung mindestens zwei Teilzahlungen vereinbart sind.

Agrarinvestitionskredit (AIK) 
Geförderter Kredit in Form eines 36%igen bzw. 50%igen Zinsenzuschusses. Im Rahmen eines Agrarinvestitionskredites wird eine Vielzahl von Investitionen mit Ausnahme des Wohnbereiches und der Außenmechanisierung gefördert.

AIK-Bruttozinssatz 
Basiszinssatz für Agrarinvestitionskredite, der halbjährlich neu ermittelt wird und sich aus der SMR zuzüglich eines Aufschlages und Ab- bzw. Aufrundungen errechnet.

Aktie
Urkunde, die die Teilhaberschaft des Geldgebers an der Gesellschaft verbrieft bzw. ein *Wertpapier, das den Inhaber zum Miteigentümer der Gesellschaft macht und das Anteilsrecht an dieser Gesellschaft verkörpert.   Wertpapierlexikon

Aktiva
Vermögenswerte einer Unternehmung wie Anlage- und Umlaufvermögen. Sie stehen auf der "Aktivseite" (linke Seite) der Bilanz. (Siehe auch Anlagevermögen, Umlaufvermögen und Bilanz)

Amortisation 
(Siehe auch Tilgung)

Anderkonto
Treuhandkonto bei einer Bank, das nur von Angehörigen bestimmter Berufsgruppen (Notare, Rechtsanwälte, Wirtschaftstreuhänder, Immoblienmakler,...), denen die Verwaltung fremder Gelder berufsmäßig obliegt, für einen Klienten eröffnet werden kann. Neben den Allgemeinen Geschäftsbedingungen gelten gesonderte Geschäftsbedingungen.

Anlagevermögen
Vermögensteile eines Unternehmens, die auf Dauer dem Geschäftsbetrieb dienen, wie Grundstücke, Gebäude, Ausstattung, Beteiligungen und Wertpapiere.

Anleihen 
Festverzinsliche *Wertpapiere, in denen sich der Emittent (Aussteller) dem Inhaber gegenüber zur Rückzahlung des erhaltenen Kapitals und dessen regelmäßiger Verzinsung verpflichtet.  Wertpapierlexikon

Annuität
Gleichbleibende, regelmäßige Rückzahlung einer Geldschuld, die sich aus Kapital- und Zinsenquote zusammensetzt.

Antizipativ
Im vorhinein (Verzinsung). Gegensatz Dekursiv. (Siehe auch Dekursiv)

Aufsandungserklärung
Ausdrückliche Erklärung des Verpfänders, in die Einverleibung des Pfandrechtes auf die verpfändeten Liegenschaften im Grundbuch einzuwilligen. (Siehe auch Einverleibung bzw. Pfandrecht)

Ausfallsbürgschaft
Bürgschaft, bei welcher der Bürge nur für den Ausfall haftet, der nach Exekution gegen den Hauptschuldner verbleibt.

Avalkredit
Bürgschafts- oder Garantieerklärung eines Kreditinstitutes für Verbindlichkeiten von Kunden

  Auswahl

Bankgarantie
Avalkredit, Garantie (Siehe auch Avalkredit)

Basiszinssatz 
Ein durch Verordnung der Bundesregierung festgelegter Leitzinssatz. Er orientiert sich am währungspolitischen Instrumentarium der Europäischen Zentralbank.

Baurecht
Dingliches, veräußerliches und vererbliches Recht, auf oder unter der Bodenfläche einer Liegenschaft der öffentlichen Hand ein Bauwerk zu haben. Es entsteht durch bücherliche Eintragung im C-Blatt der belasteten Liegenschaft.

Bausparen
Finanzierungsinstrument für alle Arten der Wohnraumbeschaffung, -erhaltung und —verbesserung. Man kann Bausparen, um ein Bauspardarlehen in Anspruch zu nehmen oder prämienbegünstigt Sparkapital zu bilden.

Betriebsergebnis (-erfolg)
Position aus der Gewinn- und Verlustrechnung einer Bank, die sich aus der Differenz zwischen den Betriebserträgen und den Betriebsaufwendungen ergibt.

Betriebsmittelkredit 
Kredit zur Finanzierung laufender Zahlungen eines Unternehmens.
(Siehe auch Investitionskredit)

Bilanz 
Gegenüberstellung der Aktiva und Passiva eines Unternehmens zu einem bestimmten Stichtag.

Blankokredit
Kredit, bei dem für die Einbringlichkeit der Ausleihung nur der Kreditnehmer persönlich haftet.

Bonität:
Kreditwürdigkeit und Kreditfähigkeit eines Kreditnehmers nach Beurteilung durch die Bank. Siehe auch Kreditwürdigkeit, Kreditfähigkeit).

Buchwert
Wert, mit dem ein Wirtschaftsgut in der Buchhaltung ausgewiesen wird.

Bürge- und Zahlerhaftung
Bürgschaft, bei der der Gläubiger entweder zuerst den Hauptschuldner, oder den Bürgen, oder beide gleichzeitig belangen kann (Solidarbürgschaft).

Bürgschaft
Dient der Sicherstellung einer Forderung. Der Bürge verpflichtet sich, den Gläubiger zu befriedigen, wenn der Schuldner seinen Verbindlichkeit nicht erfüllt. Im Unterschied zur Garantie ist die Bürgschaft vom Bestehen einer Hauptschuld abhängig, der Bürge haftet für eine fremde Schuld.

  Auswahl
 

Cash-flow
Innerhalb einer Abrechnungsperiode (meist ein Bilanzjahr) in einem Unternehmen erwirtschafteter Nettoüberschuss an flüssigen Mitteln. Der cash-flow dient unter anderem als eine Bezugsgröße zur Ermittlung der Kreditfähigkeit eines Unternehmens.

Darlehensvertrag
Vertrag über die Hingabe von Geld oder anderen vertretbaren Sachen mit der Verpflichtung der Rückerstattung in Sachen gleicher Art, Güte und Menge zum vereinbarten Zeitpunkt. Der Darlehensvertrag kommt durch Zuzählung der Darlehensvaluta zustande.

Darlehenshypothek
Das im Grundbuch eingetragene Pfandrecht für den Darlehensbetrag samt Zinsen, Verzugszinsen, Zinseszinsen und einer Nebengebühr (Siehe auch Nebengebührensicherstellung).

Datenträgeraustausch
System, das Zahlungen beleglos mittels Datenträger (z.B. Magnetband, Diskette) weiterleitet. Dieses System setzt voraus, dass alle beteiligten Banken Datenträger verarbeiten können bzw. an ein Rechenzentrum angeschlossen sind.

Dauerauftrag
Auftrag eines Kontoinhabers an seine Bank, Zahlungen gleicher Betragshöhe in regelmäßigen Zeitabständen an denselben Empfänger zu leisten.

Dekursiv
Im nachhinein (Verzinsung). Gegensatz: Antizipativ (Siehe auch Antizipativ)

Devisen
Ausländische, unbare Zahlungsmittel; z.B. Forderungen in Fremdwährung, Anweisungen, Schecks, Wechsel.

Dienstbarkeit (Servitut)
Beschränkte dingliche Nutzungsrechte an einer fremden Sache, entweder zugunsten eines bestimmten Grundstückes oder zugunsten einer Person (Grunddienstbarkeiten und persönliche Dienstbarkeiten).

Dividende
Der an einen Aktionär zur Ausschüttung gelangende Teil des Gewinnes einer Aktiengesellschaft. Die Dividende wird bei österreichischen Aktien in Prozent des Nennwertes ausgedrückt

Drittschuldner
Schuldner eines Schuldners, z.B. Der Schuldner eines Kreditnehmers, dessen Forderungen gegen diesen (Dritt)Schuldner an den Kreditgeber abgetreten werden oder eine Bank, wenn Bankguthaben eines Kunden gepfändet werden.

Durchlauferkonto
Konto für Eingänge zugunsten von Nichtkontoinhabern. Der Begünstigte ist vom Eingang des Geldes zu verständigen.

  Auswahl 
 

Effektivverzinsung
Tatsächliche Verzinsung von veranlagtem Kapital. Sie weicht in der Regel vom Nominalzinssatz ab, weil z.B. bei Ausleihungen die Spesen inkludiert sind. Siehe auch Jahreszinssatz.

Eigenkapital, freies
Anteil des Kapitals, der nicht in dauernden Anlagen gebunden ist.

Eigentumsvorbehalt
Sicherung des Anspruches auf den Kaufpreis einer Ware. Der Verkäufer bleibt Eigentümer bis zur vollständigen Kaufpreiszahlung.

Einmalkredit
(Siehe auch Abstattungskredit)

Einverleibung
Grundbücherliche Eintragung, die den unbedingten Erwerb sowie die unbedingt Übertragung, Beschränkung oder Aufhebung bücherlicher Rechte bewirkt.

Einzugsermächtigung
Vereinbarung, die es den Zahlungsempfänger ermöglicht, offene fällige Forderungen über das Konto des Zahlungspflichtigen einziehen zu lassen. Im Gegensatz zum Abbuchungsauftrag wird lediglich die Kontodeckung geprüft. Der Kunde hat die Möglichkeit innerhalb von 42 Kalendertagen die Buchung ohne Angabe von Gründen zu stornieren.

ELBA
Electronic-Banking der Raiffeisen-Bankengruppe, das die Möglichkeit für Firmenkunden, Landwirten und Privatkunden bietet, Bankgeschäfte mit dem eigenen Personalcomputer abzuwickeln. Dazu zählen z.B. Überweisungen im Inland und im Ausland, Lastschriften, Kontoinformationen und Wertpapiergeschäfte. (Siehe auch Electronic-Banking)

Electronic-Banking
Automationsunterstützte Bankdienste und —leistungen, die dem Kunden eine schnelle und termingerechte Abwicklung des Zahlungsverkehrs und rascherer Verfügbarkeit von Zahlungsverkehrsinformationen in Form der Selbstbedienung bieten.

Elektronische Geldbörse
Zahlungssystem auf Basis von Chip-Cards, in welchem zunächst ein Geldbetrag auf den Chip geladen wird. In der Folge werden dann Zahlungen anonym bei Händlern, Automaten usw. elektronisch abgebucht.

Euribor (Euro Interbank Offered Rate)
Von ausgewählten europäischen und außereuropäischen Referenzbanken täglich ermittelter Geldmarktzinssatz für Veranlagungen in Euro.

Festbetragshypothek
(Siehe auch Darlehenshypothek)

Firmenbuch
Öffentliches, von jedermann einsehbares Verzeichnis, in das alle Vollkaufleute, aber auch eingetragene Erwerbsgesellschaften eingetragen sind und welches bei den Landesgerichten geführt wird.

Fonds 
Vermögensmasse, die von einer Fondsgesellschaft verwaltet wird. Bei einem offenen Fonds ist die Anzahl der Anteile und damit auch der Teilhaber von vorneherein unbestimmt. Beim geschlossenen Fonds wird nur eine bestimmt Zahl von Anteilen über einer festbegrenzte Anlagesumme ausgegeben.  Wertpapierlexikon

Freilassungserklärung
Einwilligungserklärung des Pfandgläubigers, Liegenschaftsteile, welche unter Pfandrechtsbelastung stehen, aus dem Pfandrecht freizugeben und damit die lastenfreie Veräußerung dieser Liegenschaftsteile zu ermöglichen.

Fremdfinanzierung
Gänzliche oder teilweise Finanzierung eines einzelnen Geschäftes oder eines Unternehmens mit fremdem Geld statt mit eigenen Mitteln. Gegensatz: Eigen- oder Selbstfinanzierung.

  Auswahl
 
Garantie
Haftung einer Person, unabhängig vom Haftungsgrund für einen bestimmten Erfolg einzustehen. So haftet der Garant z.B. bei einer Bietungsgarantie mit einem festgesetzten Betrag dafür, dass sich das bei einer Ausschreibung offerierende Unternehmen im Falle des Zuschlages an sein Offert hält. Neben Bietungsgarantien sind im Bankverkehr Lieferungs-, Zahlungs-, Mängel-, Kredit- und Gewährleistungsgarantien häufig. Im Unterschied zur *Bürgschaft ist die Garantie vom Bestehen einer Hauptschuld unabhängig, der Garant haftet für seine eigene Verpflichtung.

Gemeinschaftskonto
Konto, das auf zwei oder mehrere Inhaber lautet. Je nach Verfügungsberechtigung unterscheidet man zwischen "Oder-" und "Und-Konto". (Siehe auch Oderkonto, Undkonto)

Gesamtbelastung
Bei Krediten an Verbraucher die Summe der Leistungen, die das Kreditinstitut im Zusammenhang mit der Kreditgewährung vom Verbraucher verlangt (Rückzahlungsraten, Zinsen, Provisionen, Bearbeitungsgebühren u. dgl.).

Geschäftsfähigkeit
Fähigkeit, sich durch eigenes rechtsgeschäftliches Handeln zu berechtigen und zu verpflichten (z.B. Verträge abzuschließen). Sie ist abhängig von Alter und Geisteszustand.

Girokonto
Konto, das dem Zahlungsverkehr dient. Siehe auch Kontokorrentkonto.

Grundbuch
Öffentliche, von den Bezirksgerichten geführte Aufzeichnungen über Grundstücke sowie die an ihnen bestehenden Rechtsverhältnisse. Jedes Bezirksgericht verwaltet mehrere Katastralgemeinden (KG), die in Einlagezahlen (EZ) gegliedert sind.

Haftung
Einstehen für eine Verbindlichkeit auf Grund einer vertraglichen oder gesetzlichen Pflicht.

Höchstbetragshypothek (Kredithypothek)
Pfandrecht an einer Liegenschaft, wobei nur ein Höchstbetrag angegeben wird, in dem auch Zinsen und Nebengebühren Deckung finden müssen. Im Rahmen dieses Höchstbetrages können gewährte und zu gewährende Auslehnungen sichergestellt werden.

Hypothek
Im *Grundbuch eingetragenes Pfandrecht an einem Grundstück oder Gebäude zur Sicherung eines Kredites oder Darlehens. Der Grundstückseigentümer (oft ident mit dem Schuldner) räumt dem Gläubiger (Kreditgeber) das Recht ein, das hypothekarisch belastete Grundstück oder Gebäude zwangsversteigern zu lassen, wenn die Forderung nicht zurückgezahlt werden kann (Grundstückshaftung).

Inflation
Verminderung der Kaufkraft des Geldes, bedingt durch Vermehrung der umlaufenden Geldmenge, die bei gleichbleibender oder nicht im gleichen Verhältnis zunehmender Warenmenge zu einem Anstieg der Preise führt.

Insolvenz
Anhaltende Unfähigkeit, fällige finanzielle Verpflichtungen zu erfüllen.

Intabulierung
(Siehe auch Einverleibung)

Investitionskredit
Kredit zur Finanzierung von Investitionen eines Unternehmens. Gegensatz: Betriebsmittelkredit.

Jahreszinssatz, effektiver
Bei Krediten an Verbraucher jener dekursiv zu berechnende Zinssatz, der sich aus der Gesamtbelastung ergibt. Er ist nach einer im Bankwesengesetz vorgegebenen Formel zu berechnen.

Jahreszinssatz, fiktiver
Jahreszinssatz, der Verbraucher in jenen Fällen bekannt zu geben ist, in welchen ein effektiver Jahreszinssatz mangels Kenntnis des in Zukunft aushaftenden Saldos nicht berechnet werden kann, nämlich bei Kontokorrentkrediten, bei Zahlungsverzug in der Kreditrückzahlung und bei Überziehungen auf Verbrauchergirokonten. Er ist nach einer im Bankwesengesetz vorgegebenen Vorgangsweise zu berechnen. (Siehe auch Kontokorrentkredit)

  Auswahl
 

Kontokorrentkonto
Konto in laufender Rechnung, auf dem Forderungen und Verbindlichkeiten, die aus einer Geschäftverbindung zwischen zwei Geschäftspartnern ständig entstehen, verbucht und gegeneinander aufgerechnet werden.

Kontokorrentkredit
Kredit, der einem Kunden auf einem Kontokorrentkonto bis zu einem bestimmten Höchstbetrag eingeräumt wird.

Kreditfähigkeit
Einerseits die von der *Geschäftsfähigkeit abhängende rechtliche Fähigkeit einer Person, sich aus einem Kreditgeschäft zu verpflichten, andererseits die wirtschaftliche Fähigkeit, einen Kredit zurückzahlen zu können.

Kreditrestschuldversicherung
Versicherung, die bei Eintreten des Versicherungsfalles offene Kreditverpflichtungen des Versicherten abdeckt.

Kreditwürdigkeit
Persönliche Voraussetzungen (Ruf, Charakter) einer Person für die Gewährung von Krediten.

Leasing
Finanzierungsform, bei der Immobilien oder Mobilien von einer Leasinggesellschaft (z.B Raiffeisen-Leasing Ges.m.b.H.) dem Leasingnehmer vermietet werden. Nach Ende der Mietzeit kann der Leasingnehmer das Objekt erwerben, der Leasinggesellschaft zurückstellen oder den Vertrag verlängern.

Lebensversicherung
Versicherung, bei welcher dem Versicherungsnehmer bzw. Bezugberechtigten für seine Prämienleistung im Versicherungsfall, eine im voraus bestimmte Summe (meist zuzüglich einer Gewinnbeteiligung) ausbezahlt wird.

Liquidität
Fähigkeit, Zahlungsverpflichtungen bei Fälligkeit zu erfüllen.

Liquiditätsreserve
Summe der einem Unternehmen zur Verfügung stehenden flüssigen Mittel

Losungswort
Kennwort zur Sicherung einer Sparurkunde, eines Safes und dgl.

Nebengebührensicherstellung, -kaution
Sicherstellung allfälliger Nebenforderungen bei Darlehen (Zinsen, Verzugs- und Zinseszinsen, Rechtsanwaltskosten, Exekutionskosten, usw.), die im Grundbuch eingetragen wird. Bei Krediten müssen Nebengebühren im eingetragenen Höchstbetrag (*Höchstbetragshypothek) Deckung finden.

Nominalverzinsung 
Verzinsung einer Veranlagung, bezogen auf den Nominalwert (Nennwert). Vergleiche Realverzinsung und Effektivverzinsung.   Wertpapierlexikon
 

  Auswahl

Obligo
Verpflichtung. Häufig versteht man darunter die Summe der Einzelverpflichtungen eines Kunden bei einer Bank.

ODER-Konto
Gemeinschaftskonto, über welches jeder Kontoinhaber allein verfügungsberechtigt ist. (Siehe auch Gemeinschaftskonto)

Passiva
Eigen- und Fremdkapital einer Unternehmung. Sie stehen auf der "Passivseite" (rechte Seite) der Bilanz.

Pfandrecht
Dingliches Recht (Eigentumsrecht, Pfandrecht) einer Person an einer Sache zur Sicherung von Forderungen. (Siehe Hypothek)

Promesse
Zahlungs-, Lieferungs- bzw. Leistungsversprechen, z.B. Kreditpromesse einer Bank.

Rangordnung
Reihenfolge, in der grundbücherliche Rechte befriedigt werden, z.B. aus dem Erlös einer Zwangsversteigerung: Die Rangordnung richtet sich nach dem Zeitpunkt des Einlangens der Grundbuchsgesuche beim Grundbuchsgericht.

Reallast
Im Grundbuch eingetragene Verpflichtung eines Liegenschaftseigentümers zu Leistungen gegenüber einem Dritten (z.B. Ausgedinge, Geldrenten, Naturalien).

Realverzinsung
Ertrag einer Kapitalanlage unter Berücksichtigung der Nominalverzinsung bereinigt um die Inflationsrate.

Rechtsfähigkeit
Fähigkeit, Träger von Rechten und Pflichten zu sein; das ist jede physische und juristisch Person. Von der Rechtsfähigkeit zu unterscheiden ist die Geschäftsfähigkeit.

Referenzzinssatz
Eine durch Verordnung der Bundesregierung festgelegter Leitzinssatz, der sich am währungspolitischen Instrumentarium der europäischen Zentralbank orientiert.

Rücklagen
Beträge, die aus den Jahresgewinnen eines Unternehmens gebildet werden und der Stärkung des Eigenkapitals dienen.

Rückstellungen
Kapitalbereitstellungen für dem im Grunde nach bekannte künftige Verpflichtungen, deren Höhe und Fälligkeit zum Bilanzierungszeitpunkt noch nicht genau feststehen (z.B. Pensionsverpflichtungen).

  Auswahl
 

Sekundärmarktrendite (SMR) 
Gesamterträge von Wertpapiergeschäften am Sekundärmarkt. Zur Ermittlung des *AIK-Bruttozinssatzes wird die SMR herangezogen.  Wertpapierlexikon

Servitut
(Siehe auch Dienstbarkeit)

Sicherungseigentum
Eigentum, das dem Gläubiger an einer beweglichen Sache (z.B. Warenlager) oder an einem Recht zur Sicherstellung seiner Forderung bis zur vollständigen Bezahlung der Schuld übertragen wird. An Liegenschaften ist ein Sicherungseigentum zwar rechtlich möglich, aber nicht banküblich.

Simultanhypothek
Pfandrecht an mehreren Liegenschaften für eine Forderung. Eine der verpfändeten Liegenschaften wird als Haupteinlage bezeichnet, die übrigen als Nebeneinlagen.

Solidarbürgschaft
Bürge- und Zahlerhaftung

Spareinlagen
Geldeinlagen bei Kreditinstituten, die nicht dem Zahlungsverkehr, sondern der Anlage dienen und als solch nur gegen die Ausfolgung von besonderen Urkunden (Sparurkunden) entgegengenommen werden dürfen.

Stundung
Vereinbarung zwischen Gläubiger und Schuldner, durch die der Fälligkeitszeitpunkt einer Forderung hinausgeschoben wird. Neben dieser die Fälligkeit ändernden Stundung gibt es noch die "reine Stundung", bei welcher der Gläubiger nur die Geltendmachung der Forderung hinausschiebt, die Fälligkeit bleibt unberührt.

Superädifikat
Ein auf fremdem Grund errichtetes Bauwerk. Es gehört nicht zur Liegenschaft, sondern ist ein selbständiges Rechtsobjekt, sofern es nicht Zubehör eines Baurechtes ist.

Tilgung (Amortisation)
Rückzahlung einer Schuld (Darlehen, Kredit).

Treuhänder
Jemand, der Rechte für eine andere Person im eigenen Namen für Rechnung des Treugebers ausübt.

Umlaufvermögen
Aktiva, die nur kürzere Zeit im Unternehmen verbleiben und zum Umsatz bestimmt sind, wie z.B. Kassenbestände, Bankguthaben, Wechsel und Schecks, Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Bei Banken zählen zum Umlaufvermögen im wesentlichen Kassenbestände, Bankguthaben, Wertpapiere und Ausleihungen. (Siehe auch Aktiva)

Und-Konto
Gemeinschaftskonto, über welches kraft ausdrücklicher Vereinbarung nur alle Kontoinhaber gemeinsam verfügen können. (Siehe auch Gemeinschaftskonto)

  Auswahl
 

Valutatag, Valuta
Tag, mit dem die Verzinsung für eine Gutschrift oder Belastung auf einem Konto einsetzt bzw. endet.

Valuten
Ausländische Geldsorten (umlauffähige Banknoten und Münzen in ausländischer Währung).

Verfügungsberechtigung
Gesamtheit der Rechte des Kontoinhabers über sein Konto. (Siehe Zeichnungsberechtigung)

Verpfändung
Begründung eines *Pfandrechtes durch Rechtsgeschäft (Pfandvertrag).

Verrechnungsscheck
Scheck, der von der bezogenen Bank nur durch Gutschrift auf ein legitimiertes Konto eingelöst werden darf. Ein Scheck wird dadurch zum Verrechnungsscheck, dass der Aussteller oder ein Inhaber den Vermerk "nur zur Verrechnung" oder einen gleichbedeutenden Vermerk oder zwei parallele Striche auf der Vorderseite des Schecks anbringt.

Verzugszinsen
Zinsen, die der Schuldner dann zu entrichten hat, wenn er die Schuld zum Fälligkeitstag nicht erfüllt.

Wechsel
Wertpapier, welches nach den Erfordernissen des Wechselgesetzes auszustellen ist und eine Geldforderung begründet und verkörpert. Die Wechselforderung ist abstrakt, d.h. Einwendungen aus dem zugrunde liegenden Geschäft (z.B. Kauf) sind gegenüber Dritten, die den Wechsel gutgläubig erworben haben, nicht möglich. Zur Durchsetzung des Wechselanspruches besteht ein besonderes Verfahren. Die Wechselurkunde kann auf zwei Arten ausgestellt werden, und zwar entweder als Zahlungsanweisung an einen Dritten oder als Zahlungsversprechen des Ausstellers. Der Wechsel erfüllt im Wirtschaftsleben Kreditfunktion, Zahlungsfunktion und Sicherungsfunktion.

Wertpapier

Urkunde, in der private Rechte verbrieft sind. Die Ausübung dieser Rechte ist an den Besitz der Urkunde gebunden. Wertpapiere im engeren Sinn sind *Effekten. Als Wertpapiere im weiteren Sinn werden u.a. Geldpapiere (Banknoten, Schecks, Wechsel) bezeichnet, die dem Zahlungsverkehr dienen.  Wertpapierlexikon

Wertsicherungsklausel
Klausel in Verträgen, die durch Bindung der zu erbringenden Geldleistung an einen Wertstabilisierungsfaktor vor dem Nachteil einer Geldentwertung schützen soll.

Zahlungsverkehr, bargeldloser (Giroverkehr) 
Durchführung von Zahlungsvorgängen durch Banken. Alle Banken führen für ihre Kunden Überweisungen auf Konten bei anderen Banken durch und nehmen umgekehrt Überweisungen von jeder anderen Bank entgegen.

Zeichnungsberechtigung
Recht zur Disposition über Werte auf einem Konto sowie zur Auskunft über das Konto. Der Zeichnungsberechtigte ist ein vom Kontoinhaber (siehe Verfügungsberechtigung) Bevollmächtigter. Die Zeichnungsberechtigung kann als Einzel- oder Kollektivzeichnungsberechtigung erteilt werden.

Zinsen
Preis für die Nutzung von Kapital bzw. Entschädigung an den Kapitalbesitzer für die Aufgabe der Liquidität. Im Bankwesen unterscheidet man zwischen Soll-(Aktiv)zinsen und Haben-(Passiv)zinsen. Sollzinsen sind die Zinsen, die die Bank für eine Kreditgewährung vom Kunden erhält, Habenzinsen die Zinsen, die die Bank für eine Einlage an den Kunden vergütet.

Zinseszinsen
Zinsen, die auf nicht ausgezahlte Zinsen berechnet werden. Sie werden dem Kapital hinzugefügt (Siehe Kapitalisierung) und mit diesem neuerlich verzinst.

Zinssatz (Zinsfuß)
Höhe der Zinsen, ausgedrückt in Prozent des Kapitals für eine bestimmte Periode.

Zwischenkredit 
Kurzfristiger Kredit bis zur Verfügbarkeit eines bereits zugesagten langfristigen Kredites, z.B. um die Wartezeit bis zur Zuteilung eines Bauspardarlehens zu überbrücken.

  Auswahl