Jubiläumsjahr

 150 Jahre Raiffeisenbank St. Pölten

Eine Idee für Generationen!

1818

200. Geburtstag - Friedich Wilhelm Raiffeisen

Vor 200 Jahren, am 30. März 1818, wurde Friedrich Wilhelm Raiffeisen in Deutschland geboren. Sein Lebenswerk ist heute weltweit ein Begriff, gilt er doch als einer der bedeutendsten Wirtschafts- und Sozialreformer seiner Zeit. Der Name „Raiffeisen“ zählt heute zu den bekanntesten Marken Österreichs.

„Was dem Einzelnen nicht möglich ist, das vermögen viele.“

Heute inspiriert F. W. Raiffeisens Leitwort 900.000 Genossenschaften rund um die Welt. Raiffeisen in Österreich, das ist kein zentral gesteuerter Konzern, sondern heute eine Gruppe von rund 1.500 selbstständig vor Ort tätigen Genossenschaften, die sich im Eigentum von über 2 Millionen Mitgliedern befinden.

Hinzu kommen - zur Lösung gemeinsamer Anliegen - eine Reihe von Unternehmen auf Landes- und Bundesebene. In den Sparten „Geld“, „Ware“, „Milch“ und „Andere“ betreuen rund 58.000 Mitarbeiter über 4 Millionen Kunden. Somit ist beinahe jeder vierte Österreicher Mitglied und fast jeder zweite steht mit Raiffeisen in einer Kundenbeziehung. Und wir sind heute ein erfolgreicher Teil davon!

Auch die Raiffeisenbank Region St. Pölten feiert ...

1868

150 Jahre - Raiffeisenbank in St. Pölten

Am 16. Jänner 1868 kam es - auch aus der Not der Zeit bedingt - zur konstituierenden Sitzung des „Landwirtschaftlichen Vorschußvereines“ als Nachfolger des von Hochwürden Dechant Karl Wolfgang aus Pottenbrunn gegründeten „Landwirtschaftlichen Bezirksvereines St. Pölten“ und somit zu den Wurzeln der heutigen Raiffeisenbank. Der erste Obmann war Carl Pirko, sein Stellvertreter Dr. Kaspar Glaßner.

Gründungsmitglieder:

  • Franz von Utsch | Bürgermeister von St. Pölten,
  • Josef Gabler | Gemeindesekretär in St. Pölten,
  • Karl Graf Haugwitz | Gutsbesitzer in Wald,
  • Ferdinand Eckstein | Wirtschaftsbesitzer in St. Pölten
  • Dr. Kaspar Glaßner | Advokaten in St. Pölten
  • Dr. Adolf Zillich | Advokaten in St. Pölten

Am 11. März 1869 fand die 1. Generalversammlung im Rathaus St. Pölten unter Vereinsvorstand Carl Pirko, Gutsbesitzer aus Pottenbrunn, statt. Im Jahr 1875 wurden die Vereinsstatuten durch eine genossenschaftliche Satzung ersetzt und die neue Genossenschaft im Genossenschaftsregister eingetragen.

 

Pirko Aufruf

 

1889

Das erste öffentliche Gassenlokal mit Kundenverkehr befand sich in der Linzerstraße 1, im heutigen Café Emmi, der Einzug erfolgte 1889, zu diesem Zeitpunkt stand das Haus im Besitz des Eisenhändlers Franz Höfinger.

Davor waren die Geschäftsräumlichkeiten in den privaten Lokalen folgender Geschäftstreibender untergebracht:

  • Ecke Kremser Gasse 15 | Glasermeister Johann Löhnert, ab 1868 mit Buch- und Kassenführung betraut
  • Marktgasse 2 | heute „Tellerhaus“
  • Kremser Gasse 31 | Kaufmann Ullreich, heute Hutfachgeschäft Öckher
  • Kremsergasse 10 „Kuntner-Haus“ | Kaufmann Josef Kuntner, Kassier ab 1880

1904

Erste Revisionsprüfung durch den „Verband der auf Selbsthilfe beruhenden
deutschen Erwerbs- und Wirtschaftsgenossenschaften“ in Österreich

1921

Übernahme des seit 1874 bestehenden „Vorschuß-Kassa-Vereines“ in St. Pölten

1922

Eingliederung des „Spar- und Darlehenskassenvereines“ für Viehofen

1923

Beitritt zum Raiffeisensektor durch „Beitrittserklärung zur NÖ landwirtschaftlichen Genossenschafts-Zentralkasse“. In diesem Jahr wurde auch die Österreichische Nationalbank gegründet.

1924

Im Jahr 1924 erfolgte die Übersiedelung von der Linzer Straße in das Gemeindehaus auf dem Rathausplatz Nr. 2 (heute BANK AUSTRIA). Anfänglich wurden die Räume einige Zeit gemeinsam mit der NÖ Bauernbank genutzt. Diese stellte später ihre Tätigkeit ein und übergab ihren Kundenstock dem „Landwirtschaftlichen Vorschußverein“.

„Die Vorschußkasse St. Pölten nimmt unter den Raiffeisenkassen, die im Österreichischen Raiffeisenverband zusammengeschlossen sind, seit jeher eine Sonderstellung ein. Sie darf vor allem für sich den Ruhm in Anspruch nehmen, die erste ländliche Kreditgenossenschaft Niederösterreichs zu sein.“

 Vorschußkasse

... so das Originalzitat von Dr. Karl Gruber, Zentraldirektor der Raiffeisen-Zentralkasse NÖ. u. Wien, in der Festschrift 1968 

1935

Kauf des Gasthofes Waldbauer, Franziskanergasse 2 und des Hauses Franziskanergasse 4. Der Gasthausbetrieb wird verpachtet.

1938

1938 Übersiedelung mit den Kassen- und Büroräumlichkeiten in das Haus Franziskanergasse 4 Franziskanergasse
1985 Großzügiger Umbau bedingt durch die Ausweitung des Geschäftsumfanges
1961 Neubau eines Büro- und Garagengebäudes anstelle der im Hof befindlichen Magazine und Stallungen. Heute auch als „Hans Sassmann-Haus“ bekannt.
1968 Die „Vorschußkasse St. Pölten Raiffeisen“ feiert ihr 100-Jahr-Jubiläum und der Firmenwortlaut wird auf „Raiffeisenbank St. Pölten“ geändert. Des Weiteren erfolgt in diesem Jahr die Gründung des Solidaritätsvereines der NÖ Raiffeisenkassen.
1971 Es erfolgte ein weiterer Umbau in der Franziskanergasse 4
1973 Fusion mit den Raiffeisenkassen Karlstetten und Pottenbrunn
1975 Fusion mit der Raiffeisenkasse Neidling erster Bankomat
1981 Installation des ersten Bankomats in der Franziskanergasse 4, zugleich erst der 2. Bankomat im Bundesland NÖ
1995 Fusion mit der Raiffeisenbank Statzendorf-Oberwölbling
1998 Fusion mit der Raiffeisenbank Traismauer Änderung des Firmenwortlautes auf „Raiffeisenbank Region St. Pölten“, Umstellung auf Delegiertenversammlung
1999 Fusion mit der Raiffeisenkasse Hafnerbach
2003 Fusion mit den Raiffeisenbanken Böheimkirchen und Pielachtal

2007

Europaplatz

Die Raiffeisenbank ist heute ein wichtiger Förderer der Region …

2007: Übersiedelung von Geschäftsleitung und Verwaltungsabteilungen in das neu
erbaute Haus am Europaplatz 7.

Es sind ganz konkrete Schritte, mit denen wir die Region fördern und damit die Menschen,
die in dieser Region arbeiten und leben. Wirksame Unterstützungen für Vereine und Schulen gehören ebenso dazu, wie Kulturförderung und soziales Engagement, denn viele unserer MitarbeiterInnen sind auch in Vereinen und wichtigen Institutionen ehrenamtlich tätig. Soziale Verantwortung tragen wir aber auch als attraktiver Arbeitgeber und das in vielen Orten unseres Einzugsgebietes bereits mehr als 100 Jahre.

Die Bank heute in Zahlen:

  • 18 Bankstellen, davon 4 Regionalzentren | 5 SB-Bankstellen
  • Kompetenz Center für Agrar, Gewerbe, Veranlagung sowie Wohnbau
  • Private Banking und
  • Firmenkundenteam
  • gesamt 161 MitarbeiterInnen
  • Bilanzsumme 1,160 Mrd. Euro
  • verwaltete Kundengelder 2,150 Milliarden Euro